Donnerstag, 4. Dezember 2008

Weiterdenken

Es gibt Situationen, in denen ich zu weit denke:
Zum Beispiel vergangene Woche am Ustermärt, als ich wiederum bei asatrade verkaufen half: Zwei Frauen mit Kopftuch schauen die ausgestellten Sachen interessiert an. Ich denke an andere Religionen, Integrations- und Sprachprobleme speziell von Frauen, vermute, dass es Mutter und Tochter sein könnten – da spricht mich die ältere Frau in akzentfreiem Schweizerdeutsch an….
Oder aber meine Gedanken rund um meinen Pulsschlag, der sich anlässlich eines Routine-Checks als "zu langsam" herausgestellt hat, aber erwiesenermassen regelmässig und zuverlässig pocht: Vielleicht bleibt mein Herz einfach irgendwann stehen, wenn es doch gegenüber früher langsamer geworden ist?


Es gibt aber auch das Gegenteil – oftmals denke ich zu wenig weit: Am letzten Sonntag beim Abendmahl im Gottesdienst hat mein Sitznachbar sein Brot selber mitgebracht – er muss glutenfrei essen. Daran habe ich noch nie gedacht, dass man unter diesen Umständen vom „Durchschnitts-Abendmahl“ nicht essen darf.
Ebenfalls hatte ich mir im Zusammenhang mit Energiesparfragen noch nie überlegt gehabt, dass jeder Internet-Maus-Klick, jede Abfrage bei einer Suchmaschine oder ein anderer online-Vorgang Strom brauchen – obwohl ich dass vom Wissen her durchaus weiss, dass weltweit enorme Server-Kapazitäten bereitgestellt werden müssen und dass diese Server und andere Einrichtungen nun mal Strom brauchen...

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